13,29 Milliarden Euro Umsatz: Handelsgastronomie wächst kräftig
September 10, 2026 5:48 pmHandelsgastronomie mit Rekordzahlen
Die Handelsgastronomie in Deutschland setzt ihren Wachstumskurs fort und hat 2025 ein neues Rekordniveau erreicht: Mit einem Wachstum von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielte die Branche einen Umsatz von 13,29 Mrd. Euro (2024: 12,41 Mrd. Euro). Damit lag das tatsächliche Wachstum drei Prozentpunkte über der Prognose, die die befragten Händler im Vorjahr abgegeben hatten. Für 2026 erwarten die Gastronomieverantwortlichen eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 4,3 Prozent.
„Die Handelsgastronomie begegnet dem anhaltend schwierigen Konsumklima mit attraktiven Preis-Leistungs-Angeboten. Gleichzeitig profitiert sie von deutlichen Preisvorteilen gegenüber dem übrigen Außer-Haus-Markt und spricht insbesondere das ausgabefreudige ältere Publikum an“, erklärt Paulina Ullrich, Leiterin Forschungsbereich Handelsgastronomie, die Ergebnisse der neuen EHI-Studie.
Vom Serviceangebot zum relevanten Geschäftsfeld
Die Handelsgastronomie hat sich in den vergangenen Jahren von einem ergänzenden Serviceangebot zu einem strategisch relevanten Geschäftsfeld des Einzelhandels entwickelt. Weitere Faktoren für den Aufschwung sind verlagerte Konsumanlässe, die Professionalisierung der Branche sowie ausgeweitete Angebote im To-go- und Snackbereich. Hinzu kommt der Trading-Down-Effekt, also die bewusste Entscheidung der Konsumierenden für preisgünstigere Angebote.
- Mit 62,7 Prozent hat der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) den größten Anteil am Umsatz. Auf den weiteren Plätzen folgen Shopping-Center mit 18,6 Prozent, Tankstellen mit 9,5 Prozent, der Möbelhandel mit 3,8 Prozent sowie Baumärkte und Gartencenter mit 3,5 Prozent. Mit mehr als 29.000 Standorten ist der LEH gemessen an der Anzahl die mit Abstand größte Branche – mehr als drei Viertel der Standorte entfallen auf ihn.
Snacks, Take-away & Co. als Wachstumstreiber
Mit Blick auf die nächsten drei Jahre erwarten die Befragten vor allem dort Wachstum, wo Gäste schnell, unkompliziert und flexibel versorgt werden. An erster Stelle nennen 63 Prozent das aufstrebende To-go- und Snackgeschäft. Der „Snack zwischendurch“, zu dem Convenience- und Ready-to-Eat-Produkte zählen, hat bereits heute einen Umsatzanteil von 17,5 Prozent in der Handelsgastronomie. Es folgen Take-away und das Mittagessen mit 51,9 Prozent. Als potenzielle Wachstumstreiber werden ebenfalls Werbemaßnahmen und Social Media (44,4 Prozent) sowie Aktionen, neue Food-Innovationen und das Frühstück (je 37 Prozent) angesehen.
Über die Studie: Für die EHI-Studie wurde von März bis Juni 2026 eine Online-Befragung durchgeführt, an der sich 29 Entscheiderinnen und Entscheider sowie Gastronomieverantwortliche aus Handelsunternehmen und von Shopping-Center-Betreibern beteiligt haben. Sie repräsentieren insgesamt 6.084 Filialen. Die befragten deutschen Handelsunternehmen und Shopping-Center-Betreiber erwirtschafteten 2025 einen Bruttoumsatz von rund 58,6 Mrd. Euro.
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Stichwörter: Handelsgastronomie Umsatz, nachrichten
Kategorie: Gastronomie, Wirtschaft