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Baufinanzierung erreicht Rekordbestand trotz schwächerer Nachfrage

August 20, 2026 3:02 pm Veröffentlicht von

PwC-Baufinanzierungsstudie Q2 2026: Rekordbestand trotz schwächerer Nachfrage

  • Der deutsche Baufinanzierungsmarkt befindet sich in einer Phase der Neujustierung. Zwar wächst der Kreditbestand weiter und erreicht mit 1,659 Milliarden Euro einen neuen Höchststand,
  • gleichzeitig verliert das Neugeschäft nach einem starken Jahresauftakt an Dynamik.

Zu diesem Ergebnis kommt die Baufinanzierungsstudie Q2 2026 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) in Kooperation mit der Interhyp AG.

„Der Markt befindet sich in einer Phase der Neujustierung. Während das Kreditgeschäft weiterhin wächst, werden Finanzierungsentscheidungen bewusster getroffen und der Beratungsbedarf steigt. Für Banken wird es zunehmend entscheidend, ihren Kunden Orientierung und Planungssicherheit in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu bieten.“ Tomas Rederer,Partner bei PwC Deutschland

Kreditgeschäft bleibt stabil, Nachfrage verliert an Schwung

Trotz rückläufiger Dynamik bleibt das Neugeschäft auf einem soliden Niveau. Rückgänge im April und Mai prägten das zweite Quartal, während sich die Nachfrage erst zum Quartalsende wieder etwas erholte. Gleichzeitig bleibt das Zinsumfeld der wichtigste Einflussfaktor für die weitere Marktentwicklung. Ein spürbarer Rückgang der Finanzierungskosten ist kurzfristig nicht in Sicht. Während Bestandsdarlehen und Prolongationen den Markt stützen, wird die Leistbarkeit von Wohneigentum zunehmend zum entscheidenden Treiber für die Nachfrageentwicklung.

„Die kommenden Quartale werden weniger von kurzfristigen Marktschwankungen geprägt sein als von der Frage, welche Institute ihre Kunden in einem komplexen Umfeld erfolgreich begleiten können. Attraktive Konditionen allein werden künftig nicht mehr über den Markterfolg entscheiden.“ Tomas Rederer,Partner bei PwC Deutschland

Bausparen weiter unter Druck

Auch in den angrenzenden Marktsegmenten zeigen sich strukturelle Veränderungen. Im Bausparmarkt setzt sich der Rückgang bei Neuabschlüssen fort, während die Finanzierungsfunktion weiter an Bedeutung gewinnt. Der Darlehensbestand stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 22 Prozent auf 28,7 Milliarden Euro, während die Einlagenbestände rückläufig sind. Bausparen entwickelt sich damit zunehmend vom Sparprodukt zum Finanzierungsbaustein. Am Wohnungsmarkt steigen die Preise weiter moderat an. Gleichzeitig gewinnen energieeffiziente Immobilien weiter Marktanteile. Hohe Energiekosten und regulatorische Anforderungen erhöhen ihre Attraktivität für Käufer und prägen die Nachfrage zunehmend. Auch Anschlussfinanzierungen bleiben von steigenden Zinsen geprägt, während lange Laufzeiten weiterhin gefragt sind.

https://www.pwc.de/

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