Deutsche Entwicklungspolitik: 2 Milliarden Euro jährlich für Ernährungssicherheit weltweit
Juli 31, 2025 8:48 pmErnährungssicherheit weltweit stärken: Deutschland bleibt verlässlicher Partner
Berlin. Der heute veröffentlichte Bericht der Vereinten Nationen zur weltweiten Ernährungssicherheit („SOFI-Report 2025“) zeigt in aller Deutlichkeit: Hunger bleibt eine der drängendsten globalen Herausforderungen. Laut dem Bericht sind Millionen Menschen akut unterernährt – insbesondere in Konfliktregionen wie Gaza und dem Sudan. Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan mahnt daher zu entschlossenem Handeln und ruft zur gemeinsamen Verantwortung auf.
„Es darf nicht sein, dass in einer Welt mit ausreichend Nahrungsmitteln noch immer Kinder verhungern. Besonders die Schwächsten leiden – das ist ein moralischer Imperativ zum Handeln“, betonte die Ministerin.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) investiert jährlich rund zwei Milliarden Euro in die weltweite Ernährungssicherung, in die Stärkung ländlicher Räume und die Transformation globaler Agrarsysteme. Ziel ist es, Krisen nicht nur zu lindern, sondern strukturelle Resilienz aufzubauen.
Chancen für deutschen Mittelstand
Gerade in der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern im Globalen Süden eröffnen sich neue Chancen für deutsche mittelständische Unternehmen – sei es im Bereich:
- Agrartechnologie und Bewässerungssysteme
- Digitale Lösungen für Lieferketten
- Maschinenbau für nachhaltige Landwirtschaft
- Bildungs- und Beratungsdienstleistungen für lokale Betriebe
“Wer in resiliente Ernährungssysteme investiert, investiert auch in stabile Märkte, politische Sicherheit und neue Partnerschaften”, so ein Sprecher des BMZ. Der Mittelstand kann dabei mit seiner Innovationskraft und langjähriger Erfahrung in nachhaltiger Technik wertvolle Impulse geben.
Investitionen in Nachhaltigkeit und neue Märkte
Im Fokus stehen Kooperationen, die langfristige Entwicklung fördern – darunter Initiativen zur Bodengesundheit, klimaresilienten Landwirtschaft und zur Bekämpfung von Lebensmittelverlusten entlang der Wertschöpfungskette. Unternehmen, die auf soziale Verantwortung und technologische Lösungen setzen, können sich als zukunftsorientierte Partner positionieren – und profitieren zugleich von neuen Absatzmärkten.
Weitere Informationen zur deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Ernährungssicherung finden Sie unter:
www.bmz.de/ernaehrungssicherung
- https://www.bmz.de
- CC
- https://internet-weekly.de/geplante-verfassungsaenderung-lebensmittelversorgung-muss-ins-grundgesetz-landwirte-fordern-unterstuetzung-fuer-klausel-zur-ernaehrungssicherung-von-bundestag-und-bundesrat/
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Stichwörter: Ernährungssicherheit, Vereinte Nationen
Kategorie: Export-Import, News, Politik