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Geoökonomie: Bund & Länder geben grünes Licht – Forschung zu Wirtschaft und Geopolitik wird dauerhaft ausgebaut

Oktober 11, 2025 8:46 am Veröffentlicht von

Kiel Institut wächst: neues Forschungszentrum Geoökonomie

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft erweitert seine Strukturen und wird künftig das neue Forschungszentrum Geoökonomie hinzubekommen. Damit einher gehen ein höheres Budget um rund 1 Mio. Euro jährlich und mehr wissenschaftliches Personal, darunter mehrere Professuren. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt von der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern bewilligt.

Das neue Forschungszentrum Geoökonomie wird sich den wirtschaftlichen Herausforderungen einer sich wandelnden Weltordnung widmen. Ziel ist es, die zunehmende Verflechtung von Wirtschaft und Geopolitik wissenschaftlich zu erforschen und fundierte Politikberatung zur wirtschaftlichen Sicherheit Deutschlands und Europas bereitzustellen. Damit reagiert das Kiel Institut auf eine der aktuellsten und drängendsten Herausforderungen unserer Zeit: die Sicherung wirtschaftlicher Stabilität und strategischer Handlungsfähigkeit in einer zunehmend fragmentierten Weltwirtschaft. „Die Bewilligung für die dauerhafte Ausweitung unserer Forschung ist ein großartiger Erfolg. Das Kiel Institut ist für diese Aufgabe hervorragend aufgestellt. Schon seit dem Jahr 2022 hat es mit der „Kiel Geoeconomics Initiative“ frühzeitig begonnen, ein starkes internationales Forschungsnetzwerk aufzubauen und Pionierarbeit in der geoökonomischen Analyse geleistet – etwa mit dem vielbeachteten Ukraine Support Tracker oder Studien zu den ökonomischen Folgen einer Entkopplung von China. Diese Arbeiten haben das Kiel Institut national, aber auch international als Vorreiter in einem Feld etabliert, das weltweit rasant an Bedeutung gewinnt“, sagt Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts.

Das neue Forschungszentrum wird diese Vorleistungen nun institutionell verankern und strategisch ausbauen, um Deutschland und Europa wissenschaftlich fundierte und datenbasierte Antworten auf Fragen wirtschaftlicher Sicherheit und globaler Abhängigkeiten zu liefern.

Guido Wendt, Staatssekretär in Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerium und Stiftungsratsvorsitzender des Kiel Instituts betont: „Mit dem neuen Forschungszentrum Geoökonomie setzt das Kiel Institut einen entscheidenden Schwerpunkt auf ein zukunftsweisendes Feld der Wirtschaftsforschung. Das Zentrum wird die Expertise in Geoökonomie in Deutschland und Europa stärken und gleichzeitig den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein nachhaltig aufwerten.“ Der Etat des Kiel Instituts betrug 2024 gut 17 Mio. Euro, davon etwa zwei Drittel Bundes- und Landesmittel und ein Drittel aus Drittmitteln. Derzeit hat das Institut rund 155 Stellen, davon rund 90 im wissenschaftlichen Bereich.

kielinstitut.de


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Wieviele Forschungszentren für Geoökonomie gibt es in Deutschland?

Es gibt keine offizielle Zählung spezieller „Geoökonomie-Forschungszentren“ in Deutschland, da dieser Begriff nicht einheitlich definiert ist und sich Forschungsbereiche überschneiden. Viele Forschungszentren, insbesondere die der Fraunhofer-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft, sind an der Schnittstelle von Ökonomie und Geowissenschaften tätig. Diese Zentren umfassen eine Vielzahl von Instituten, deren genaue Anzahl sich ständig ändern kann, aber es lässt sich festhalten, dass in Deutschland ein dichtes Netz an Forschungseinrichtungen existiert, die sich mit Themen der Geoökonomie beschäftigen.

Fraunhofer-Gesellschaft:
Arbeitet anwendungsorientiert und ist eine der größten Organisationen für angewandte Forschung in Europa, was viele relevante Institute einschließt.

Leibniz-Gemeinschaft:
Umfasst eine breite Palette von Forschungseinrichtungen, die erkenntnisorientierte Grundlagenforschung und angewandte Forschung betreiben. Die Leibniz-Gemeinschaft hat 97 Institute, die in verschiedenen Disziplinen forschen, darunter auch solche, die sich mit ökonomischen und geographischen Themen befassen.

Helmholtz-Gemeinschaft:
Diese Organisation widmet sich der Spitzenforschung, meist in den Bereichen Energie, Umwelt, Gesundheit, Information und Materie, und somit gibt es hier ebenfalls Schnittmengen mit der Geoökonomie.

Universitäten und Hochschulen:
Darüber hinaus forschen zahlreiche Universitäten und Hochschulen in Deutschland in den Fachbereichen Wirtschafts- und Geowissenschaften, oft in interdisziplinären Abteilungen.

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