KI und Mensch am KIT: Lösungen für die Zukunft der Produktion mit “KARL”
Januar 21, 2025 12:12 pmKünstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen
Karlsruhe. Im Forschungsprojekt KARL (Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe) werden reale und zukunftsweisende KI-Technologien für die manuelle Produktion erforscht und entwickelt. Gemeinsam mit namhaften Partnern aus Forschung und Industrie zeigt KARL am wbk Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), wie innovative Assistenzsysteme Effizienz, Qualität und Mensch-Maschine-Kollaboration gestalten können.
Künstliche Intelligenz in der Produktion: Unterstützung statt Ersatz
Das Ziel von KARL ist, die Entwicklung von KI-gestützten Assistenzsystemen, die Mitarbeitende bei monotonen oder komplexen Aufgaben entlasten, ohne ihre Arbeitsplätze zu ersetzen. „Wir wollen Ängste abbauen und Vertrauen in die Technologie schaffen“, erklärt Prof. Dr. Steffen Kinkel von der Hochschule Karlsruhe. „KI wird zu einem Partner, der unterstützt, nicht verdrängt.“ Die Demonstratoren im Projekt veranschaulichen, wie Interaktionen zwischen Werkenden mit Robotersystemen und KI-gesteuerter Bildverarbeitung die Produktion auf Zukunftskurs bringen – sei es durch automatisierte Qualitätssicherung, vereinfachte Einarbeitung von Mitarbeitenden oder die sichere Handhabung von Variantenvielfalt.
Ein starkes Netzwerk für praxisnahe Lösungen
KARL ist ein Gemeinschaftsprojekt, das Unternehmen wie adesso SE, ArtiMinds Robotics, Kinemic GmbH, OPTIMUM datamanagement Solutions GmbH, SICK Sensor Intelligence AG sowie wissenschaftliche Einrichtungen wie das Fh-IOSB, wbk des KIT und die Hochschule Karlsruhe vereint. Gemeinsam bringen sie ihre Expertise in Robotik, KI-Entwicklung und Produktionsprozesse ein. Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ (Förderkennzeichen: 02L19C250) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.
„Die Stärke von KARL liegt im Zusammenspiel von Theorie und Praxis,“ betont Darko Klinec von der SICK AG. „Nach der theoretischen Phase, in der wir erste Ansätze entwickelt und an den Demonstratoren implementiert haben, zeigt sich jetzt in der Praxisphase, wie unsere die KI-Innovationen im Alltag nützlich sind. Sie ermöglichen es, die Technologie unter realen Bedingungen zu testen, zu verbessern und gezielt an die Bedürfnisse der Fertigung anzupassen.“
„Ein weiteres zentrales Ziel im Projekt KARL ist es, Assistenzsysteme zu entwickeln, die flexibel auf Veränderungen in der Fertigung reagieren können,“ erklärt Benjamin Alt, Senior Teamleiter Research bei ArtiMinds. „Diese Systeme lernen nicht nur aus Daten, sondern passen sich dynamisch an neue Herausforderungen an. Dadurch legen wir die Basis für eine effizientere und zukunftssichere Fertigung, die den vielfältigen Anforderungen der Mitarbeitenden gerecht wird.“
„Durch das Projekt KARL haben wir zudem die Möglichkeit gezielt zu erforschen, wie KI-Technologien in der Industrie eingesetzt werden können, um komplexe Prozesse zu vereinfachen,“ ergänzt Wolfgang Mahanty, Geschäftsführer der OPTIMUM datamanagement solutions GmbH. „So machen wir moderne Technologien für Unternehmen nicht nur verständlich, sondern auch greifbar und nutzbar.“
Potenziale für kleine und mittelständische Unternehmen
Das Projekt KARL bietet insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) einen wichtigen Einstieg in die Welt der KI-Technologien. Die praxisnahen Demonstratoren zeigen konkrete Anwendungsbeispiele, wie KI erfolgreich in bestehende Produktionsprozesse integriert werden kann.
„Viele KMUs stehen vor der Herausforderung, KI greifbar zu machen,“ erläutert Dr. Christoph Amma von Kinemic. „KARL ermöglicht es Unternehmen, erste Schritte fundiert und praxisorientiert zu gehen.“ Gleichzeitig schließt das Projekt eine zentrale Lücke in der Fertigungsindustrie: Trotz fortschreitender Digitalisierung ist die manuelle Montage noch immer Bestandteil der Produktion, oft allerdings noch ohne technische Unterstützung,– obwohl hier großes Potenzial für Optimierung besteht.„Forschungsprojekte wie KARL zeigen, wie eine KI Prozesse effizienter machen kann und dabei sowohl Werkenden als auch Unternehmen zugutekommt – eine Win-win-Situation,“ betont Amma.
Wolfgang Mahanty, Geschäftsführer der OPTIMUM datamanagement solutions GmbH, ergänzt: „Praxisnahe KI-Lösungen für KMUs sichern die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Industrie und schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Es geht darum, Wirtschaft und Gesellschaft gezielt auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten.“
Multimediale Einblicke ins Projekt KARL
Ein begleitendes Video zum Projekt KARL zeigt die Vision und Zusammenarbeit der Partner und beleuchtet, wie KI-gestützte Assistenzsysteme die Fertigung transformieren können. Themen wie die Überwindung von Hemmschwellen, Vorteile für KMUs und langfristige Potenziale werden dabei anschaulich erklärt. Ergänzend vertieft eine Interview-Kampagne mit weiteren Expertinnen und Experten diese Inhalte und bietet zusätzliche Einblicke. Die Beiträge werden auf den Social-Media-Kanälen verschiedener Partner in den kommenden Wochen veröffentlicht.
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Stichwörter: KI, Produktion
Kategorie: News, Unternehmen, Video