Breitband Förderung: wo sich Ausbau für Unternehmen nicht rechnet
Januar 19, 2026 5:22 pmBund fördert Glasfaserausbau, wo er privatwirtschaftlich unrentabel ist
Bundesminister Dr. Karsten Wildberger hat heute symbolisch Förderurkunden im Rahmen der Gigabitförderung 2.0 übergeben. Unter Federführung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) fördert der Bund den Glasfaserausbau dort, wo er privatwirtschaftlich unrentabel ist. Dafür wurden im jüngsten Förderaufruf rund 1,8 Milliarden Euro an Bundesmitteln bereitgestellt.
Bundesminister Dr. Karsten Wildberger: „Schnelles Internet ist heute so wichtig wie Straßen und Schienen. Unsere Förderung sorgt dafür, dass nicht nur die großen Städte, sondern auch Dörfer und kleine Gemeinden Anschluss bekommen. Staat und Wirtschaft arbeiten hier eng zusammen, um mit Glasfaser und Mobilfunk überall im Land sicherzustellen, dass die Daten schneller fließen, und schaffen so die Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand.“
Mit der feierlichen Veranstaltung am 14. Januar 2026 in Berlin würdigte Bundesminister Wildberger mehr als 40 ausgewählte Projekte stellvertretend für die 536 bewilligten Vorhaben des Förderaufrufs 2025. Seine Eröffnungsrede „Vernetzung schafft Zukunft“ markierte das Startsignal für die Umsetzung: Fördermittel sind ein klarer Arbeitsauftrag für leistungsfähige digitale Infrastrukturen und gleichwertige Lebensverhältnisse bundesweit. Entscheidend sei nun eine professionelle, zügige und qualitativ hochwertige Umsetzung – mit klaren Zuständigkeiten, realistischem Zeitmanagement und einer engen Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Telekommunikationswirtschaft. Tempo, so der Minister, entstehe nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch gute Prozesse, transparente Planung und pragmatische Kooperation. Maßstab für den Erfolg sei dabei nicht die Fördersumme selbst, sondern der tatsächlich realisierte Anschluss, die Nutzung der Netze und der nachhaltige Mehrwert für Regionen, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die ausgewählten Projekte des jüngsten Förderaufrufes zeigen die gesamte Bandbreite des Gigabitausbaus in Deutschland: von der Stadt Rödental mit dem größten Investitionsvolumen und den meisten Anschlüssen einer Einzelkommune bis hin zur Stadt Aachen, die das größte Projekt nach Bundesfördervolumen umsetzt und dabei das gesamte Stadtgebiet abdeckt. Ein besonderes Vorhaben verfolgt auch der Landkreis Wittmund mit der Glasfaseranbindung der Insel Spiekeroog per Seekabel – als letzte niedersächsische Insel. Der Bund hat bislang insgesamt rund 21 Milliarden Euro in den Breitbandausbau investiert. Rund 3.850 – zum Teil sehr große und landkreisweite – Ausbauprojekte sind in der Förderung, wodurch rund 4,7 Mio. Anschlüsse neu angebunden werden.
Der flächendeckende Ausbau von Glasfasernetzen zählt zu den zentralen Zielen des BMDS. Hochleistungsfähige Netze sind eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation. Die Digitalisierung Deutschlands bildet damit eine zentrale Grundlage für die langfristige Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
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Stichwörter: Breitbandförderung, nachrichten
Kategorie: Digitalisierung