NextGenerationEU vor dem Abschluss: Noch 133 Milliarden Euro stehen aus
August 31, 2026 7:22 pmNextGenerationEU erreicht Frist für Reformen und Investitionen
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben am 31. August 2026 die letzte Frist zur Umsetzung der Reformen und Investitionen aus ihren nationalen Aufbau- und Resilienzplänen erreicht. Maßnahmen, die nach diesem Termin erfolgen, berücksichtigt die Europäische Kommission bei der Prüfung von Zahlungsanträgen nicht mehr. Dies gilt auch für bereits ausgesetzte Zahlungen. Weitere Änderungen der nationalen Pläne sind ebenfalls nicht mehr möglich.
Die Mitgliedstaaten können ihre letzten Zahlungsanträge einschließlich sämtlicher Nachweise noch bis zum 30. September 2026 einreichen. Die Europäische Kommission muss die verbleibenden Zahlungen bis zum 31. Dezember 2026 abschließen.
Die Aufbau- und Resilienzfazilität bildet das zentrale Finanzierungsinstrument des Programms NextGenerationEU. Die Europäische Union hatte das Programm als gemeinsame Reaktion auf die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie sowie auf die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine eingerichtet.
Für Zuschüsse und Darlehen stehen bis zu 573 Milliarden Euro bereit. Bis zum 31. August 2026 wurden 440 Milliarden Euro ausgezahlt. Weitere Zahlungen von bis zu 133 Milliarden Euro können bis zum Jahresende 2026 folgen.
- Die Mittel sollen die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Mitgliedstaaten stärken, nachhaltiges Wachstum fördern sowie Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und saubere Technologien unterstützen. Weitere Schwerpunkte sind die Digitalisierung, Innovationen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und strukturelle Reformen. Die Maßnahmen sollen außerdem zur Klimaneutralität der Europäischen Union bis 2050 beitragen.
Die Zahlungen sind an vorher vereinbarte Ergebnisse gebunden. Gelder werden nur ausgezahlt, wenn die Mitgliedstaaten die festgelegten Reformen und Investitionen erfolgreich umgesetzt haben.
- Nach Angaben der Europäischen Kommission unterstützte NextGenerationEU die wirtschaftliche Entwicklung während der Krisen, förderte strategische Investitionen und verringerte die Abhängigkeit Europas von importierten fossilen Energieträgern. Die Verbindung öffentlicher Investitionen mit strukturellen Reformen soll zudem Produktivität, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Zusammenhalt stärken.
Am 31. August 2026 genehmigte die Europäische Kommission den abschließenden Zahlungsantrag Schwedens. Das Land hat nach Angaben der Kommission sämtliche mit seinem Aufbau- und Resilienzplan verbundenen Reformen und Investitionen abgeschlossen. Zuvor hatte bereits Dänemark seinen Plan vollständig umgesetzt.
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Kategorie: EU, Export-Import, Finanzen