Rettungsanker für Europas Landwirtschaft: Neue Hilfen gegen steigende Düngemittelkosten
Juli 31, 2026 7:40 pmEU – Finanzspritze für Düngemittelkosten
Die Europäische Kommission hat neue Maßnahmen beschlossen, um Landwirte angesichts stark gestiegener Düngemittelkosten zu entlasten und die Ernährungssicherheit in Europa zu stärken. Hintergrund sind deutliche Preissteigerungen bei Düngemitteln infolge geopolitischer Spannungen und unterbrochener Lieferketten.
Die Anpassungen der Gemeinsamen Agrarpolitik ermöglichen es den Mitgliedstaaten, Landwirte schneller und flexibler zu unterstützen. Vorgesehen ist unter anderem eine neue Krisenhilfe im Rahmen der Entwicklung des ländlichen Raums. Diese kann mit bis zu 65 Prozent aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums finanziert werden. Nicht genutzte Mittel können dafür eingesetzt werden, zusätzlich ist eine nationale Finanzierung von bis zu 200 Prozent möglich. Um die Auszahlung zu beschleunigen und den Verwaltungsaufwand gering zu halten, kann die Unterstützung als Pauschalbetrag je Hektar über die Strategiepläne der Gemeinsamen Agrarpolitik erfolgen.
Darüber hinaus können die Mitgliedstaaten Betriebsinhabern bereits vor dem 16. Oktober höhere Vorauszahlungen gewähren, um ihre Liquidität zu verbessern. Außerdem erhalten sie mehr Spielraum, ihre Mittel für Direktzahlungen im Kalenderjahr 2027 anzupassen und so auf die Folgen der hohen Düngemittelpreise zu reagieren.
Die neuen Regelungen ergänzen das bereits beschlossene außerordentliche Unterstützungspaket in Höhe von 540 Millionen Euro aus dem Aktionsplan für Düngemittel, das am 27. Juli verabschiedet wurde. Nach Angaben der Europäischen Kommission sollen die Maßnahmen dazu beitragen, die Landwirtschaft besser gegen künftige Krisen abzusichern sowie die Ernährungssicherheit, die strategische Eigenständigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union zu stärken.
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Stichwörter: Agrarförderung, nachrichten
Kategorie: EU, Finanzen, Landwirtschaft