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Medienplattform: Steuergeld für interkulturellen Dialog – eine sinnvolle Investition?

Juli 7, 2025 9:28 pm Veröffentlicht von

Qantara.de: Medienplattform stärkt interkulturellen Dialog – Bundesregierung setzt Förderung fort

Die Bundesregierung setzt auch 2025 auf Dialogförderung durch Medienarbeit und unterstützt weiterhin die dreisprachige Onlineplattform Qantara.de. Die Plattform bietet fundierte Hintergrundberichte zu politischen, kulturellen und religiösen Entwicklungen in mehrheitlich islamisch geprägten Ländern Nordafrikas und Asiens – mit besonderem Fokus auf Verständigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Qantara.de wird redaktionell von der Deutschen Welle betreut und erscheint auf Deutsch, Arabisch und Englisch. Neben aktuellen politischen Analysen widmet sich das Portal auch spezifischen Themen rund um Religion, islamische Akteure und zivilgesellschaftliche Entwicklungen. Damit bietet Qantara.de eine differenzierte Perspektive auf komplexe Fragestellungen – ein Aspekt, der auch für international tätige mittelständische Unternehmen mit Bezug zu diesen Regionen von wachsender Relevanz ist.

Im Zeitraum von Januar 2021 bis Juni 2024 verzeichnete die Plattform laut Angaben der Deutschen Welle durchschnittlich bis zu 159.000 Webseiten-Besuche pro Monat. Die Social-Media-Inhalte erzielten in der Spitze monatlich bis zu 540.000 Videoabrufe. Der größte Teil der Online-Nutzung stammt aus Deutschland, gefolgt von Nutzerinnen und Nutzern in den USA, Ägypten, Saudi-Arabien und Marokko.

Das Auswärtige Amt unterstützte das Projekt im Jahr 2024 mit 440.000 Euro – dieser Betrag soll auch 2025 beibehalten werden, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (Drucksache 21/724) auf eine Kleine Anfrage (21/488) mitteilte.

Qantara.de soll nicht nur den internationalen Informationsaustausch fördern, sondern auch wirtschaftlich tätigen Unternehmen aus dem Mittelstand einen wertvollen Zugang zu gesellschaftlichen Hintergründen und Diskursen in relevanten Märkten bieten.


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Redaktionelle Infos

Doch bietet diese Plattform wirklich etwas Neues? Viele dieser Informationen sind bereits in Fachmagazinen, Hochschulzeitschriften und internationalen Publikationen zu finden. Die Frage bleibt: Warum sollte der Steuerzahler für eine Plattform zahlen, die Inhalte verbreitet, die anderswo schon zugänglich sind? Eine kritische Prüfung der Notwendigkeit dieser Förderung stellt sich mehr denn je.

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