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Außenhandel: internat. Warenhandel Euroraum – Defizit von 1,0 Milliarde Euro

Juni 18, 2026 8:11 am Veröffentlicht von

Außenhandel: internat. Warenhandel Euroraum – Defizit von 1,0 Milliarde Euro

Die erste Schätzung für den internationalen Warenhandel des Euroraums weist für April 2026 ein Defizit von 1,0 Milliarden Euro gegenüber dem Rest der Welt aus. Im April 2025 stand noch ein Überschuss von 8,7 Milliarden Euro. Die Warenexporte des Euroraums in Länder außerhalb des Euroraums erreichten im April 2026 einen Wert von 255,4 Milliarden Euro und lagen damit 5,0 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Die Importe aus dem Rest der Welt stiegen auf 256,4 Milliarden Euro, ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber April 2025. Gegenüber März 2026 verschlechterte sich die Warenhandelsbilanz des Euroraums ebenfalls deutlich: Nach einem Überschuss von 4,9 Milliarden Euro im März wurde im April ein Defizit von 1,0 Milliarden Euro registriert. Im Jahresvergleich bedeutet dies eine Verschlechterung um 9,7 Milliarden Euro. Eurostat führt diese Entwicklung vor allem auf ein höheres Energiedefizit und einen geringeren Überschuss bei Maschinen und Fahrzeugen zurück.

Für den Zeitraum Januar bis April 2026 verzeichnete der Euroraum einen Warenhandelsüberschuss von 12,9 Milliarden Euro. Im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres hatte der Überschuss noch 63,7 Milliarden Euro betragen. Die Exporte in Länder außerhalb des Euroraums sanken in den ersten vier Monaten 2026 auf 970,1 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber Januar bis April 2025 entspricht. Die Importe stiegen dagegen auf 957,2 Milliarden Euro und lagen damit 1,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Handel innerhalb des Euroraums erhöhte sich im selben Zeitraum auf 924,9 Milliarden Euro, ein Plus von 3,1 Prozent.

Auch die Europäische Union insgesamt wies im April 2026 ein Defizit im Warenhandel mit dem Rest der Welt aus. Es lag bei 7,1 Milliarden Euro, nachdem im April 2025 noch ein Überschuss von 7,3 Milliarden Euro erzielt worden war. Die Ausfuhren der Europäischen Union in Länder außerhalb der Europäischen Union erreichten im April 2026 225,7 Milliarden Euro und lagen damit 3,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Einfuhren aus dem Rest der Welt stiegen auf 232,8 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 10,1 Prozent gegenüber April 2025.

Im Vergleich zu März 2026 verschlechterte sich auch die Handelsbilanz der Europäischen Union. Nach einem Überschuss von 2,3 Milliarden Euro im März wurde im April ein Defizit von 7,1 Milliarden Euro ausgewiesen. Im Vergleich zu April 2025 entspricht dies einer Verschlechterung um 14,4 Milliarden Euro. Auch hier nennt Eurostat vor allem das gestiegene Energiedefizit und den geringeren Überschuss bei Maschinen und Fahrzeugen als Gründe.

Von Januar bis April 2026 verzeichnete die Europäische Union ein Defizit von 2,2 Milliarden Euro im Warenhandel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Überschuss von 57,5 Milliarden Euro bestanden. Die Exporte fielen auf 857,7 Milliarden Euro, ein Rückgang von 5,8 Prozent gegenüber Januar bis April 2025. Die Importe stiegen auf 859,9 Milliarden Euro, ein Plus von 0,8 Prozent. Der Handel innerhalb der Europäischen Union erhöhte sich im selben Zeitraum auf 1.445,4 Milliarden Euro und lag damit 4,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Bei den saisonbereinigten Daten stiegen im Euroraum die Exporte im April 2026 gegenüber März 2026 um 3,2 Prozent, die Importe um 2,9 Prozent. Der saisonbereinigte Saldo lag bei 1,3 Milliarden Euro und damit höher als im März mit 0,6 Milliarden Euro. In der Europäischen Union stiegen die saisonbereinigten Exporte im selben Monatsvergleich um 3,2 Prozent, die Importe um 3,7 Prozent. Der saisonbereinigte Saldo der Europäischen Union verschlechterte sich von minus 3,5 Milliarden Euro im März auf minus 4,7 Milliarden Euro im April.

Im Zeitraum Februar bis April 2026 erhöhten sich die Exporte des Euroraums in Länder außerhalb des Euroraums um 2,7 Prozent, während die Importe um 5,5 Prozent zunahmen. Der Handel innerhalb des Euroraums stieg um 2,9 Prozent. In der Europäischen Union legten die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union im selben Zeitraum um 1,9 Prozent zu, die Importe um 6,1 Prozent. Der Handel innerhalb der Europäischen Union erhöhte sich um 3,2 Prozent.

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