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Bosnien, Europäische Union: EU & internat. Arbeitsorganisation starten in Bosnien & Herzegowina EU4PEOPLE mit 5 Mill. E € für Arbeitsmarkt

April 2, 2026 8:01 pm Veröffentlicht von

EU Start: Beschäftigungsprogramm EU4PEOPLE in Bosnien und Herzegowina

Die Europäische Union und die Internationale Arbeitsorganisation haben das Beschäftigungsprogramm EU4PEOPLE in Bosnien und Herzegowina offiziell gestartet. Das mit 5 Millionen Euro ausgestattete Vorhaben soll Arbeitsverwaltungen modernisieren und institutionelle Strukturen auf allen staatlichen Ebenen stärken. Vorgestellt wurde das Programm im EU House in Sarajevo. In den kommenden 42 Monaten richtet es sich vor allem an junge Menschen, Frauen aus ländlichen Regionen, Menschen mit Behinderungen, Empfänger von Sozialleistungen sowie weitere benachteiligte Gruppen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt. EU4PEOPLE zählt zu den zentralen Maßnahmen der Europäischen Union im Beschäftigungsbereich und orientiert sich an europäischen Standards, an der Europäischen Säule sozialer Rechte sowie an internationalen Arbeitsnormen.

Magdalena Mueller-Uri, Leiterin der Zusammenarbeit der Delegation der Europäischen Union in Bosnien und Herzegowina, erklärte zum Programmstart, das Vorhaben richte sich gezielt an Menschen mit den größten Hürden auf dem Arbeitsmarkt. Geplant seien Qualifizierungsangebote für rund 1.500 Personen, von denen mindestens 500 eine Beschäftigung aufnehmen sollen. Zudem sollen mindestens 20 arbeitsmarktpolitische Maßnahmen eingeführt und mindestens 50 neue Unternehmen unterstützt werden. Nach ihren Angaben unterstreicht die Europäische Union damit ihr langfristiges Engagement in Bosnien und Herzegowina nicht nur durch Investitionen, sondern auch durch konkrete Ergebnisse wie neue Arbeitsplätze, neue Instrumente und mehr Chancen für besonders benachteiligte Menschen.

Programm soll umfassend zu sozial- und wirtschaftspolitischen Reformen in Bosnien und Herzegowina beitragen

Im Mittelpunkt stehen strukturelle Probleme wie unpassende Qualifikationen, unzureichende Abstimmung zwischen Institutionen und Unterschiede bei der Qualität öffentlicher Dienstleistungen. Diese Faktoren begrenzen nach Darstellung des Programms seit Langem die Beschäftigungsmöglichkeiten im Land.

Lidija Markota, Abteilungsleiterin im Bereich Arbeit, Beschäftigung, Sozialschutz und Renten im Ministerium für zivile Angelegenheiten von Bosnien und Herzegowina, bezeichnete EU4PEOPLE als wichtigen Schritt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Trotz einzelner positiver wirtschaftlicher Entwicklungen gebe es weiterhin erhebliche strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Das Ministerium übernehme eine koordinierende und strategische Funktion, damit die Projektmaßnahmen mit Reformprozessen und den Verpflichtungen aus der europäischen Integration im Einklang stehen. Sie hob hervor, dass tragfähige und messbare Ergebnisse nur mit einer klaren Verantwortung und Mitwirkung der inländischen Institutionen erreichbar seien. EU4PEOPLE biete aus ihrer Sicht die Möglichkeit, Beschäftigungsfähigkeit und öffentliche Dienstleistungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gemeinsam zu verbessern.

Internationale Arbeitsorganisation

Im Rahmen des Programms will die Internationale Arbeitsorganisation staatliche Stellen in Bosnien und Herzegowina unter Berücksichtigung der komplexen Verwaltungsstruktur, der unterschiedlichen Zuständigkeiten und der verschiedenen Leistungsfähigkeiten der Partner unterstützen. Nach ihrer Einschätzung beginnt eine nachhaltige Modernisierung von Arbeitsverwaltungen damit, die jeweiligen Rahmenbedingungen genau zu erfassen und realistische gemeinsame Erwartungen festzulegen.

Claire Harasty, Direktorin des Büros der Internationalen Arbeitsorganisation für Mittel- und Osteuropa, erklärte, EU4PEOPLE solle den Wandel der Arbeitsverwaltungen weiter voranbringen: weg von zersplitterten Maßnahmen, hin zu abgestimmten, individuellen und qualitativ besseren Dienstleistungen, die Menschen wirksamer mit Beschäftigungsmöglichkeiten verbinden. Ziel sei es, Institutionen mit den nötigen Fähigkeiten, Instrumenten und klaren Standards für eine dauerhafte Verbesserung auszustatten. Der Erfolg hänge davon ab, dass alle Partner gemeinsam an einem stimmigen System arbeiten, das bessere Ergebnisse liefert, insbesondere für Menschen mit dem größten Unterstützungsbedarf. Die Internationale Arbeitsorganisation wolle diesen Prozess mit fachlicher Expertise und enger Partnerschaft begleiten.

Programme in den Beschäftigungssektor von Bosnien und Herzegowina

Die Europäische Union investiert bereits über mehrere Programme in den Beschäftigungssektor von Bosnien und Herzegowina, um die Arbeitsmarktchancen benachteiligter Gruppen zu verbessern und den Arbeitsmarkt weiterzuentwickeln. EU4PEOPLE knüpft dabei an das laufende Projekt EU4Employment mit einem Volumen von 5,5 Millionen Euro sowie an frühere beschäftigungspolitische Initiativen an und bestätigt damit die langfristige Unterstützung der Europäischen Union für diesen Bereich.

eeas.europa.eu/

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