China Handel: Deutschland und China verlängern Zusammenarbeit im Deutsch-Chinesischen Agrarzentrum
Juni 19, 2026 8:38 amDeutschland und China verlängern Zusammenarbeit im Deutsch-Chinesischen Agrarzentrum
Stärkerer wirtschaftspolitischer Fokus mit Ausrichtung auf Handels- und Marktzugangsfragen
Deutschland und China setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Agrarzentrums fort: Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, und sein chinesischer Amtskollege, Zhang Zhu, Minister für Landwirtschaft und Ländliche Angelegenheiten, haben heute in Peking ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Damit startet das gemeinsame Projekt in eine neue Phase: Die seit 2015 bestehende Kooperation im Deutsch-Chinesischen Agrarzentrum wird auf ein neues Fundament gestellt – mit klarerem wirtschaftspolitischem Fokus und einer stärkeren Ausrichtung auf Handels- und Marktzugangsfragen.
Dazu sagt Bundesminister Alois Rainer: “Wir wollen diese Plattform noch stärker nutzen, um Handel auf Augenhöhe und zum gegenseitigen Nutzen einfacher möglich zu machen. Wenn unsere Handelspartnerschaft reibungslos funktionieren sollen, müssen wir die Schaltstellen pflegen – mit Vertrauen und Verlässlichkeit. Genau dafür steht dieses Zentrum. Kein anderes Land der Welt unterhält mit China eine vergleichbare Plattform im Landwirtschaftsbereich. Das ist Ausdruck einer starken, gewachsenen Partnerschaft – und ein Auftrag, sie weiter praktisch und zukunftsorientiert auszubauen.”
Die weitere Zusammenarbeit im Deutsch-Chinesischen Agrarzentrum ist zunächst für drei weitere Jahre angelegt. Deutschland stellt mit seinen Expertinnen und Experten die technische Fachkompetenz zur Verfügung und beteiligt sich an Kosten für Seminare und Lehrveranstaltungen. China stellt die erforderliche Infrastruktur und entsprechende personelle Unterstützung.

Redaktionelles: Kritik an der aktuellen Verlängerung des Deutsch-Chinesischen Agrarzentrums
Führt eine stärkere Ausrichtung auf Handels- und Marktzugangsfragen wirklich zu faireren Bedingungen oder expandiert Deutschland damit eine ohnehin schwierige wirtschaftliche Abhängigkeit von China weiter? Die Bundesregierung selbst spricht in ihrer China-Strategie von „De-Risking“ und davon, einseitige Abhängigkeiten zu verringern; genau daran messen Kritiker jede neue Kooperationsplattform mit China.
Ein zweiter Kritikpunkt betrifft den tatsächlichen Marktzugang
Die deutsche Botschaft in China beschreibt den Zugang für Agrarprodukte als „sehr komplex“; bilaterale Abkommen, Inspektionen und Registrierungen sind oft Voraussetzung für Exporte. Daraus folgt die kritische Frage, ob ein Dialogzentrum spürbare Marktöffnung bringt oder vor allem zusätzliche Gespräche, Seminare und Abstimmung produziert.
Auch parlamentarische Nachfragen zeigen, dass es bei Agrar-Exportfragen nach China praktische Hürden gibt. In einer Bundestagsdrucksache wird beschrieben, dass ein geplantes Gespräch mit der chinesischen Zollbehörde kurzfristig abgesagt wurde und bei bestimmten tierischen Produkten weiter Einfuhrsperren bestehen. Garantieren politische Plattformen verlässliche Exportfortschritte?
Wirtschaftspolitisch kommt die Abhängigkeitsdebatte hinzu
Laut Tagesschau-Bericht vom 26. Mai 2026 steigt Deutschlands Abhängigkeit von China bei wichtigen Gütern; Experten warnen dort vor wachsender Verletzlichkeit. Auch wenn diese Quelle nicht speziell Agrarprodukte betrifft, stärkt sie die grundsätzliche Kritik an weiterer institutioneller Vertiefung mit China ohne klare Risikobegrenzung.
Ein weiterer Punkt ist die Kosten- und Nutzenfrage. Die GIZ nennt für das aktuelle Projekt ein Auftragsvolumen von rund 2,9 Millionen Euro. Wie sieht es mit der Transparenz aus? Welche messbaren Vorteile entstehen für deutsche Landwirte, Ernährungswirtschaft und Verbraucher, und wie wird geprüft, ob Seminare, Lehrveranstaltungen und Dialogformate konkrete Handelshemmnisse abbauen?
Quellenangaben: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: Deutsch-Chinesisches Agrarzentrum; GIZ: Deutsch-Chinesisches Agrarzentrum; Auswärtiges Amt: Agrar- und Ernährungsindustrie, Fragen zum Export aus Deutschland nach China; Deutscher Bundestag: Drucksache 20/10261; Bundesregierung: China-Strategie; Tagesschau: Deutschland bei wichtigen Gütern immer abhängiger von China; Institut der deutschen Wirtschaft: Abhängigkeit von China.
Wie hoch sind direkte Agrarzahlungen und nationale Steuervergünstigungen und Sozialzuschüsse für die Landwirtschaft
Auf EU-Ebene umfasst die Gemeinsame Agrarpolitik im Finanzrahmen 2021 bis 2027 insgesamt 386,6 Milliarden Euro. Das entspricht grob 55 Milliarden Euro pro Jahr für Landwirtschaft, Direktzahlungen, Marktmaßnahmen und ländliche Entwicklung in der Europäischen Union.
Für Deutschland stehen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik im Zeitraum 2023 bis 2027 jährlich rund 6,2 Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung. Im Agrar-Haushaltsjahr 2023/2024 wurden in Deutschland nach Angaben des Bundesministeriums rund 6,5 Milliarden Euro an etwa 300.000 Begünstigte ausgezahlt.
Der deutsche GAP-Strategieplan umfasst für 2023 bis 2027 rund 30 Milliarden Euro EU-Fördermittel. Diese Summe betrifft die Umsetzung der EU-Agrarförderung in Deutschland, also vor allem Direktzahlungen, Umweltregelungen, ländliche Entwicklung und weitere Förderinstrumente.
Zusätzlich gibt es nationale deutsche Agrarstützung. Der Einzelplan des Bundeslandwirtschaftsministeriums lag 2025 bei rund 6,88 Milliarden Euro. Darin sind aber nicht nur klassische Betriebssubventionen enthalten, sondern auch Verwaltung, Ernährung, Verbraucherschutz, ländliche Räume und vor allem die landwirtschaftliche Sozialpolitik.
Der größte nationale Posten ist die landwirtschaftliche Sozialpolitik: Für 2026 sind rund 4,16 Milliarden Euro vorgesehen, davon etwa 2,42 Milliarden Euro für die Alterssicherung der Landwirte und rund 1,56 Milliarden Euro für Zuschüsse zur Krankenversicherung der Landwirte.
Hinzu kommt die Agrardieselrückvergütung: Ab 2026 sollen land- und forstwirtschaftliche Betriebe wieder 21,48 Cent pro Liter Diesel zurückerhalten. Das wird mit einer Entlastung von rund 430 Millionen Euro pro Jahr beziffert.
Kurz zusammengefasst: EU-weit geht es um rund 386,6 Milliarden Euro für 2021 bis 2027. Deutschland erhält aus der EU-Agrarförderung etwa 6,2 Milliarden Euro pro Jahr beziehungsweise rund 30 Milliarden Euro für 2023 bis 2027. Nationale deutsche Agrarhilfen kommen zusätzlich hinzu; der Bundesetat des Landwirtschaftsministeriums liegt bei knapp 7 Milliarden Euro, wovon ein großer Teil Sozialzuschüsse für Landwirte sind.
Quellenangaben: Europäische Kommission, Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik: https://agriculture.ec.europa.eu/common-agricultural-policy/financing-cap/cap-funds_en | Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, GAP nationale Umsetzung: https://www.bmleh.de/DE/themen/landwirtschaft/eu-agrarpolitik-und-foerderung/gap/gap-nationale-umsetzung.html | Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, GAP-Strategieplan: https://www.bmleh.de/DE/themen/landwirtschaft/eu-agrarpolitik-und-foerderung/gap/gap-strategieplan.html | Deutscher Bundestag, Einzelplan Landwirtschaft 2025: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw38-de-landwirtschaft-1104018 | Deutscher Bundestag, Haushalt 2026 Landwirtschaftliche Sozialpolitik: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1105672 | Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Agrardiesel: https://www.bmleh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/078-agrardiesel.html
Umsatz der Landwirtschaft insgesamt und Unternehmensgewinne beziehungsweise Einkommen je Betrieb
Für Deutschland liegen die aktuellsten belastbaren Zahlen nicht als einheitliche „Umsatz- und Gewinnrechnung aller Agrarunternehmen“ vor. Deshalb muss man zwei Ebenen trennen: den Produktionswert der Landwirtschaft als Branchenwert und die Gewinne landwirtschaftlicher Betriebe aus dem Testbetriebsnetz des Bundesministeriums.
Der landwirtschaftliche Produktionswert in Deutschland lag 2025 nach zweiter Schätzung bei 78,7 Milliarden Euro. Gegenüber 2024 war das ein Plus von rund 3 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich für 2024 ein ungefährer Produktionswert von 75,7 Milliarden Euro. Der Produktionswert ist nicht identisch mit klassischem Unternehmensumsatz, kommt der wirtschaftlichen Erlösgröße des Sektors aber am nächsten. 2025 entfielen 40,1 Milliarden Euro auf Tiere und tierische Erzeugnisse sowie 33,2 Milliarden Euro auf pflanzliche Erzeugung.
Bei den Gewinnen zeigt das Testbetriebsnetz für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 einen deutlichen Rückgang nach dem außergewöhnlich starken Vorjahr. Landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe erzielten im Durchschnitt 86.121 Euro Gewinn je Unternehmen. Das waren 24,4 Prozent weniger als im Wirtschaftsjahr 2022/2023. Das Einkommen, gemessen als Gewinn plus Personalaufwand je Arbeitskraft, lag bei 49.634 Euro und sank um 18,7 Prozent.
Klein- und Nebenerwerbsbetriebe lagen deutlich darunter: Sie erzielten im Wirtschaftsjahr 2023/2024 durchschnittlich 15.160 Euro Gewinn je Unternehmen, ein Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt, dass hohe Branchenwerte nicht automatisch hohe Gewinne je Betrieb bedeuten.
Bei juristischen Personen in den östlichen Bundesländern, also etwa Genossenschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder ähnlichen Unternehmensformen, lag der Jahresüberschuss vor Steuern im Wirtschaftsjahr 2023/2024 durchschnittlich bei 300.129 Euro je Unternehmen. Diese Betriebe waren allerdings wesentlich größer: im Durchschnitt 1.032 Hektar landwirtschaftliche Fläche und 17 Arbeitskräfte je Unternehmen. Die betrieblichen Erträge lagen dort bei 3.645 Euro je Hektar.
Kurz zusammengefasst: Die deutsche Landwirtschaft kam 2025 auf einen Produktionswert von 78,7 Milliarden Euro. Haupterwerbsbetriebe erzielten 2023/2024 im Durchschnitt 86.121 Euro Gewinn je Unternehmen, Klein- und Nebenerwerbsbetriebe 15.160 Euro, juristische Personen in Ostdeutschland 300.129 Euro Jahresüberschuss vor Steuern. Die Gewinne sanken nach dem Rekordjahr 2022/2023 spürbar.
Quellenangaben: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Produktionswert der Landwirtschaft, zweite Schätzung 2025. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Testbetriebsnetz Landwirtschaft, Buchführungsergebnisse 2023/2024. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Broschüre „Die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe 2023/24“, Gewinn und Einkommen der Haupterwerbsbetriebe. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Broschüre „Die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe 2023/24“, Klein- und Nebenerwerbsbetriebe. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Broschüre „Die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe 2023/24“, juristische Personen.
Wohin fließen EU und Deutschand – Subventionen?
Die EU- und Deutschland-Förderung fließt nicht in einen einzigen Topf, sondern in mehrere Förderkanäle. Der größte Teil der EU-Agrarförderung geht als Einkommensstützung direkt an landwirtschaftliche Betriebe, meist flächenbezogen pro Hektar. Daneben fließen Mittel in Umwelt- und Klimaprogramme, ländliche Entwicklung, Marktmaßnahmen, Junglandwirte, einzelne Sektoren und in Deutschland zusätzlich in landwirtschaftliche Sozialpolitik.
Auf EU-Ebene umfasst die Gemeinsame Agrarpolitik 2021 bis 2027 insgesamt 386,6 Milliarden Euro
Davon entfallen 291,1 Milliarden Euro auf den Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft. Dieser finanziert vor allem Einkommensstützung für Landwirte und Marktmaßnahmen. Bis zu 270 Milliarden Euro sind für Einkommensstützung vorgesehen; der Rest dient der Unterstützung landwirtschaftlicher Märkte. Weitere 95,5 Milliarden Euro fließen über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, also etwa in Umweltprogramme, Investitionen, Dorfentwicklung, Infrastruktur und ländliche Wirtschaft.
Die EU nennt als Förderziele unter anderem tragfähige landwirtschaftliche Einkommen, Ernährungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, bessere Stellung der Landwirte in der Wertschöpfungskette, Klimaschutz, Schutz von Wasser, Boden und Luft, Biodiversität, Junglandwirte, ländliche Entwicklung und Tierwohl. Damit fließt das Geld nicht nur in Betriebe selbst, sondern auch in ökologische Auflagen, Strukturpolitik und regionale Entwicklung.
Bei den Empfängern zeigt sich eine starke Flächenlogik
Fast 6 Millionen Betriebe in der Europäischen Union erhalten jährlich Unterstützung. Sehr kleine Betriebe unter 5 Hektar machten 2022 fast die Hälfte der geförderten Betriebe aus, erhielten aber nur 6 Prozent der Direktzahlungen. Betriebe mit 5 bis 250 Hektar erhielten mehr als 70 Prozent der Direktzahlungen. Große Betriebe über 250 Hektar stellten etwas mehr als 1 Prozent der geförderten Betriebe, erhielten aber 23 Prozent der Direktzahlungen, weil sie 27 Prozent der geförderten Agrarfläche bewirtschafteten.
In Deutschland flossen im Agrar-Haushaltsjahr 2023/2024 rund 6,5 Milliarden Euro aus der Gemeinsamen Agrarpolitik an rund 300.000 Begünstigte. Die Veröffentlichung der Zahlungsempfänger erfolgt über die nationalen Transparenzvorgaben; die Europäische Kommission verweist ausdrücklich auf die öffentlichen Empfängerlisten der Mitgliedstaaten.
Für Deutschland umfasst der GAP-Strategieplan 2023 bis 2027 rund 30 Milliarden Euro EU-Fördermittel. Diese Mittel laufen vor allem über Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe, Öko-Regelungen, Programme der Länder zur Entwicklung ländlicher Räume sowie sektorbezogene Programme wie Obst und Gemüse, Wein, Hopfen und Bienenzuchterzeugnisse.
Bei den deutschen Direktzahlungen fließt ein erheblicher Teil in die Einkommensgrundstützung pro Hektar. Zusätzlich gibt es Umverteilungszahlungen für kleinere und mittlere Betriebe, Junglandwirte-Zahlungen, gekoppelte Zahlungen etwa für Mutterkühe sowie Mutterschafe und Mutterziegen und freiwillige Öko-Regelungen. Für Öko-Regelungen sieht Deutschland sieben Programme vor; dafür werden 23 Prozent der Direktzahlungsmittel eingesetzt.
Die zweite Säule der Agrarförderung fließt stärker in Programme der Bundesländer
Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, ökologischen Landbau, Tierwohlmaßnahmen, Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete, Investitionsförderung, ländliche Infrastruktur und regionale Entwicklung. Nach den GAP-Vorgaben müssen die Mitgliedstaaten Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie Tierwohlmaßnahmen anbieten und dafür mindestens 35 Prozent des Budgets für ländliche Entwicklung einsetzen.
Zusätzlich zu den EU-Mitteln gibt es deutsche nationale Agrarstützung
Im Bundeshaushalt 2026 umfasst der Etat des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat 6,99 Milliarden Euro. Der größte Posten ist nicht die klassische Betriebssubvention, sondern die landwirtschaftliche Sozialpolitik mit 4,16 Milliarden Euro. Davon fließen 2,42 Milliarden Euro in Zuschüsse zur Alterssicherung der Landwirte und 1,56 Milliarden Euro in Zuschüsse zur Krankenversicherung.
Ein weiterer nationaler Förderblock ist die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“
Sie gilt als wichtigstes nationales Förderinstrument für Agrarstruktur, Land- und Forstwirtschaft, ländliche Räume sowie Küsten- und Hochwasserschutz. Für 2026 sind dafür 907 Millionen Euro im Bundeshaushalt genannt; das Bundesministerium nennt einschließlich Klima- und Transformationsfonds rund 1,067 Milliarden Euro Bundesmittel.
Kurz gesagt: EU-Geld fließt überwiegend als flächenbezogene Einkommensstützung an landwirtschaftliche Betriebe, ergänzt durch Öko-Regelungen, Marktmaßnahmen und ländliche Entwicklung. In Deutschland kommen nationale Mittel hinzu, vor allem für landwirtschaftliche Sozialversicherung, Agrarstruktur, Küstenschutz, Investitionen, Tierhaltung und ländliche Räume. Kritisch ist dabei: Ein großer Teil der Direktzahlungen bleibt an Fläche gekoppelt, weshalb größere Betriebe absolut mehr erhalten, auch wenn kleinere und mittlere Betriebe über Umverteilungsinstrumente zusätzlich gestützt werden.
Quellenangaben: Europäische Kommission, „Common agricultural policy funds“, Stand 13. März 2026. Europäische Kommission, „Beneficiaries of CAP funds“. Europäische Kommission, „Is the CAP supporting both big industrial farms and small farmers alike?“. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Pressemitteilung „Informationen über Agrarzahlungen 2024 jetzt online“, 2. Juni 2025. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, „GAP-Strategieplan für die Bundesrepublik Deutschland“. Land Baden-Württemberg, Infodienst Landwirtschaft, „Direktzahlungen 1. Säule“, mit Verweis auf BMLEH-Zusammenfassung zum GAP-Strategieplan. Land Baden-Württemberg, Infodienst Landwirtschaft, „Kurzüberblick GAP-Strategieplan Deutschland ab 2023“. Deutscher Bundestag, „Etat für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat“, 23. September 2025. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“, 6. April 2026. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Statistik, „Berichterstattung zum Vollzug der GAK“.
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