Europäische Union: Importe wachsen schneller als Exporte
März 16, 2026 6:31 pmImporte nach Schätzung 222,4 Milliarden Euro
Im Jahr 2024 exportierten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union Verkehrsdienstleistungen im Wert von 258,7 Milliarden Euro in Staaten außerhalb der Europäischen Union. Die Importe beliefen sich nach Schätzung auf 222,4 Milliarden Euro. Daraus ergab sich für die Europäische Union ein Überschuss im Handel mit Verkehrsdienstleistungen von 36,3 Milliarden Euro. Gegenüber 2023 nahmen die Exporte um 3,6 Prozent und die Importe um 4,7 Prozent zu. Das weist auf eine Phase der Stabilisierung hin, nachdem der Wert der Verkehrsdienstleistungen 2022 infolge gestiegener Energiepreise deutlich zugenommen hatte.
Für den gesamten Zeitraum von 2014 bis 2024 zeigt sich durchgehend ein Überschuss, was die Bedeutung der Europäischen Union im grenzüberschreitenden Verkehr unterstreicht. Den größten Anteil am Handel mit Verkehrsdienstleistungen hatten 2024 Leistungen im Seeverkehr. Sie machten 52,4 Prozent der Exporte und 44,6 Prozent der Importe aus. Es folgte der Luftverkehr mit 27,7 Prozent der Exporte und 29,7 Prozent der Importe. Auf sonstige Verkehrsdienstleistungen entfielen 15,3 Prozent der Exporte und 21,6 Prozent der Importe. Post- und Kurierdienste hatten mit 4,6 Prozent bei den Exporten und 4,1 Prozent bei den Importen einen deutlich kleineren Anteil.
Wichtigste Partner im Handel mit Verkehrsdienstleistungen waren 2024 die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich. Die höchsten Exportwerte gingen in die Vereinigten Staaten mit 45,9 Milliarden Euro, was 17,8 Prozent des Gesamtwerts entsprach. Danach folgten das Vereinigte Königreich mit 35,6 Milliarden Euro und 13,7 Prozent sowie die Schweiz mit 21,4 Milliarden Euro und 8,3 Prozent. China ohne Hongkong erreichte 20,5 Milliarden Euro beziehungsweise 7,9 Prozent, Singapur 11,2 Milliarden Euro beziehungsweise 4,3 Prozent. Bei den Importen standen ebenfalls die Vereinigten Staaten an erster Stelle mit 35,6 Milliarden Euro und 16,0 Prozent. Dahinter lagen das Vereinigte Königreich mit 24,1 Milliarden Euro und 10,8 Prozent, China ohne Hongkong mit 16,9 Milliarden Euro und 7,6 Prozent, die Schweiz mit 15,1 Milliarden Euro und 6,8 Prozent sowie Singapur mit 11,9 Milliarden Euro und 5,3 Prozent.
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Stichwörter: Europäische Union, nachrichten
Kategorie: Export-Import, Finanzen