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EZB Zinsentscheid – Euro Wechselkurs: schwächerer US-Dollar und Euro um 15 Prozent aufgewertet, verteuern Exportgeschäfte in USA

Februar 5, 2026 7:35 pm Veröffentlicht von

DIHK-Außenwirtschaftschef zum Zinsentscheid der EZB:

EZB muss Wechselkurs im Blick behalten  

„Die EZB orientiert sich weiterhin an der stabilen Preisentwicklung im Euroraum. Das ist grundsätzlich richtig. Aufgrund der noch immer hohen geopolitischen Unsicherheit und der anhaltenden Abwertung des US-Dollars dürfte jedoch der Wechselkurs stärker ins Blickfeld der Geldpolitik geraten. Denn in einem Jahr unter Trump hat der Dollar deutlich an Wert verloren und der Euro um 15 Prozent aufgewertet. Deutsche und europäische Exporte in die USA und in weitere Länder, deren Währung an den Dollar gekoppelt ist, werden teurer. Das trifft gerade die deutsche exportorientierte Wirtschaft zusätzlich zu den Zöllen und der geopolitischen Unsicherheit massiv. Deswegen sind Handelsabkommen wie Mercosur oder mit Indien essenziell: Sie eröffnen neue Absatzmärkte und schaffen Möglichkeiten der Diversifizierung. Diese Abkommen sollten deshalb so schnell wie möglich umgesetzt werden. Wer hier blockiert, schadet den Unternehmen und riskiert Arbeitsplätze.

Schwer zu beantworten ist die Frage, ob der Wertverlust des Dollar Teil einer politischen Rückzugsstrategie bei der Rolle des Dollars als weltweite Leitwährung ist. Das würde dem Euro die Chance eröffnen, als Währung eine stärkere Rolle in der Finanzwelt einzunehmen. Davon sind wir aber noch weit entfernt. Die Hausaufgaben der nationalen Wirtschaftspolitik bleiben klar: Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland durch strukturelle Reformen verbessern und durch mehr private Investitionen wieder ein deutlich höheres Wachstum erreichen.“

dihk.de

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