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Fischereiforschung: Neues Fischereiforschungsschiff des Bundes – Erster großer Block in Stralsunder Werft angekommen

April 2, 2026 8:53 pm Veröffentlicht von

Erste Teile neuen Fischereiforschungsschiffs “Walther Herwig” zum Stralsunder Werftgelände geliefert

Ende 2024 ist der Bau mit der Kiellegung im litauischen Klaipeda gestartet, wo der Schiffskörper mit den technischen Großkomponenten Bug und vorderer Mittelbereich vorgefertigt wird. Die weiteren Großkomponenten werden in Stralsund gefertigt.

2027 wird die BLE das Schiff als Reederin in Betrieb nehmen. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Thünen-Instituts wird mit diesem Schiff interdisziplinäre Fischereiforschung auf höchstem Niveau ermöglicht. In Stralsund handelt sich um den ersten Neubau eines großen Schiffes auf der Werft nachdem sich die Firma Fassmer dort als Pächter niedergelassen hatte. Perspektivisch solle der Standort neben Neubauaktivitäten auch für Reparatur- und Wartungsaufträge genutzt werden.

85 Meter langes Forschungsschiff

Mit rund 85 Metern Länge und etwa 18 Metern Breite entsteht mit dem Neubau der “Walther Herwig” das größte Schiff in der Flotte der deutschen Fischereiforschung. Es bietet Platz für ungefähr 46 Personen. Haupteinsatzgebiete werden die Nord- und Ostsee sowie der Nordatlantik von den Subtropen bis Grönland sein.

Zur Ausrüstung gehören unter anderem zehn Labore, Arbeitskräne, eine Vorrichtung für pelagische und demersale Fischerei sowie Twin-Trawling, ein Heckkran und ein Aussetzsystem für Forschungsarbeiten in der Tiefe. Ein großes freies Arbeitsdeck und diverse Container-Stellplätze dienen als multifunktionale Auslegung mit Zukunftsreserven.

So ermöglicht es dem Thünen-Institut als Nutzer des Schiffes das Monitoring wichtiger Fischbestände, meeresökologische Untersuchungen mit modernsten Methoden, aber auch meereschemische und physikalische Messungen sowie die Erforschung von Auswirkungen der Fischerei auf die Meeresumwelt. Damit schafft die Bundesregierung eine Grundlage dafür, die nachhaltige Nutzung der lebenden Meeresressourcen und den Schutz der marinen Ökosysteme in Einklang zu bringen.

Walther Herwig

Die “Walther Herwig” bekommt einen dieselelektrischen Antrieb, der auf die Nutzung von klimaneutralem Methanol als Kraftstoff umgerüstet werden kann (FuelReady).

Das neue Schiff soll den 1993 in Dienst gestellten Vorgänger mit Namen “Walther Herwig III” ersetzen.

www.ble.de/


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Copyrights: Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)

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