Maschinenbau: Neuregelung US-Zölle belastet Maschinenbau noch stärker – für viele Betriebe nicht leistbar
April 7, 2026 7:19 pm“Maschinenbau wird noch stärker belastet”
Zur Neuregelung der Stahl- und Aluminiumzölle der US-Regierung sagt Oliver Richtberg, Abteilungsleiter Außenwirtschaft des VDMA: “Für viele Maschinen aus Europa wird ab dem 6. April ein pauschaler Zollsatz von 25 Prozent fällig. Der europäische Maschinenbau wird dadurch in vielen Fällen stärker belastet als zuvor – das ist enttäuschend. Besonders herausfordernd für unsere Unternehmen ist, dass sie keine Zeit bekommen, sich auf die Umstellung vorzubereiten.”
“Zwar entfällt künftig die aufwendige Berechnung des Stahl- und Aluminiumanteils am Wert der Maschinen. Unternehmen müssen jedoch weiterhin nachweisen, wo der verbaute Stahl und das verbaute Aluminium gegossen oder geschmolzen wurden. Für viele Betriebe ist das nicht leistbar, da selbst bei kleinsten Standardbauteilen wie Schrauben entsprechende Nachweise erforderlich sind. Das Risiko von Strafzöllen von bis zu 200 Prozent bei Nichterfüllung bleibt bestehen.”
“Für einzelne Maschinenbauprodukte wie Spritzgießmaschinen und Fördertechnik gilt befristet bis zum 31. Dezember 2027 ein Zolldeckel von 15 Prozent. Das ist eine begrenzte Entlastung für einige Unternehmen. Produkte, die überwiegend aus Stahl und Aluminium bestehen, werden dagegen deutlich schlechter gestellt. Für sie fallen künftig 50 Prozent Zoll auf das gesamte Produkt an.”
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Stichwörter: Maschinenbau, nachrichten
Kategorie: Unternehmen, Wirtschaft