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Satellitenkommunikation: Kommission schlägt Genehmigung für Satellitenmobilfunkdienste für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit der EU vor

Juni 3, 2026 10:24 am Veröffentlicht von

Kommission schlägt Genehmigung für Satellitenmobilfunkdienste für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit der EU vor

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für die Auswahl von Anbietern von Satellitenmobilfunkdiensten (mobile satellite services, MSS) angenommen, denen die Nutzung des harmonisierten 2-GHz-Frequenzbands über 2027 hinaus nach Ablauf der derzeitigen Lizenzen genehmigt wird. Frequenzen für Satellitenmobilfunkdienste sind von strategischer Bedeutung für eine innovative kommerzielle Nutzung sowie für Sicherheit und Verteidigung. Das 2-GHz-MSS-Band ist ideal für Dienste zur Direktübertragung an Endgeräten (Direct-to-Device, D2D), die kritische Kommunikationskapazitäten bereitstellen und den Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet in Gebieten ohne terrestrische Abdeckung gewährleisten. Die Kommission schlägt vor, ein Auswahlverfahren auf EU-Ebene für die Zuteilung dieser Frequenzen einzuführen. Die Erteilung einer Genehmigung auf EU-Ebene für die Nutzung des 2-GHz-Frequenzbands für Satellitenmobilfunkdienste in allen EU-Mitgliedstaaten wird die regulatorische Kohärenz in der gesamten EU gewährleisten und es den Betreibern ermöglichen, Dienste grenzüberschreitend zu entwickeln und anzubieten.

Frequenzen würde folgendermaßen aufgeteilt:

Ein Drittel des 2-GHz-MSS-Bands wäre für die staatliche Nutzung bestimmt, z. B. für kritische Kommunikationsverbindungen sowie die Bereiche Sicherheit und Militär, die von einem EU-Betreiber bereitzustellen sind. Der Betreiber gewährleistet die Integration mit den derzeitigen und künftigen Fähigkeiten der Infrastruktur des Programms der Union für sichere Konnektivität IRIS².

Zwei Drittel des 2-GHz-MSS-Bands wären für die kommerzielle Nutzung bestimmt, z. B. D2D-Dienste für Mobilgeräte, um die Mobilfunkabdeckung sicherzustellen, wenn keine terrestrischen Netze verfügbar sind. Es kann auch für das Internet der Dinge verwendet werden, z. B. für persönliche Fitness-Tracker, Energieüberwachung und Notfallgeräte. Die Frequenzen in diesem Band würden zu gleichen Teilen aufgeteilt für die Nutzung des Frequenzbands durch EU-Betreiber, die in den Markt eintreten, um die Diversifizierung der Anbieter zu fördern und Anreize für den Markteintritt von EU-Anbietern zu schaffen; die Nutzung des Frequenzbands durch Betreiber aus der EU und aus Drittländern.

Die rechtzeitige Verfügbarkeit sicherer, resilienter, leistungsfähiger und innovativer Satellitendienste wird die Wettbewerbsfähigkeit und die Kapazitäten der EU im Bereich der kritischen Kommunikation stärken. Satellitenkonnektivität ist ein Schlüsselelement unserer technologischen Unabhängigkeit, unserer Sicherheit und unserer Verteidigung.

Hintergrund
Die vorgeschlagene Verordnung für das Auswahlverfahren und die Genehmigung der Nutzung des 2-GHz-MSS-Frequenzbands ersetzt die Entscheidung von 2008, anhand der die derzeitigen Betreiber ausgewählt wurden. Deren Genehmigungen laufen im Mai 2027 aus. Die neue 2-GHz-MSS-Verordnung steht im Einklang mit dem Vorschlag für eine Verordnung über digitale Netze (Digital Networks Act, DNA), wonach alle Satellitenfrequenzen auf EU-Ebene unter bestimmten Bedingungen genehmigt werden sollen, um Kohärenz über Grenzen hinweg zu ermöglichen. Der Vorschlag der Kommission berücksichtigt die Stellungnahmen der Gruppe für Frequenzpolitik, und zwar die 2024 angenommene MSS-Stellungnahme und die 2025 angenommene Stellungnahme zur Direktübertragung an Endgeräte. In dem Vorschlag werden auch die Rückmeldungen berücksichtigt, die im Rahmen der gezielten Konsultation 2025 der Kommission zur künftigen Nutzung des 2-GHz-MSS-Bands eingegangen sind.

IRIS², die Infrastruktur für Resilienz, Interkonnektivität und Sicherheit durch Satelliten, ist das Programm der Europäischen Union für sichere Konnektivität. Es soll sichere Kommunikationsdienste für die EU und ihre Mitgliedstaaten sowie Breitbandanschlüsse für die europäischen Bürgerinnen und Bürger, private Unternehmen, Regierungsbehörden und Nutzer im Verteidigungsbereich bereitstellen.

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie „Mehr denn je ist eine weithin verfügbare Satellitenkonnektivität mit hoher Kapazität unverzichtbar, um die Resilienz der Kommunikationsnetze der EU zu stärken. Unser Vorschlag wird die Bereitstellung von Satelliten- und terrestrischer Konnektivität direkt für unsere Mobilgeräte ermöglichen und sicherstellen, dass alle Gebiete in der EU, insbesondere diejenigen, in denen keine terrestrischen Netze verfügbar sind, Zugang zu Sprachkommunikationsdiensten und Breitbandinternet haben. Satellitenkonnektivität ist auch für unsere Behördendienste und die kritische Kommunikation Europas unerlässlich. Heute machen wir einen großen Schritt nach vorn.

https://ec.europa.eu/

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