Steuerabteilungen: setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz
Mai 7, 2026 7:03 pmKI in Steuerabteilungen – Zentrale Ergebnisse der KPMG‑Kurzumfragen
- KI bereits etabliert: 71 Prozent der Steuerabteilungen nutzen KI‑Tools, weitere 19 Prozent bereiten den Einsatz konkret vor
- Messbare Effizienzgewinne: 66 Prozent der KI‑Nutzenden berichten von spürbarer Zeitersparnis
- Stabile Beschäftigtenzahlen: 58 Prozent der Unternehmen erwarten im Inland konstante Mitarbeiterzahlen in der Steuerabteilung, im Ausland sogar 72 Prozent
Künstliche Intelligenz hält mit hoher Geschwindigkeit Einzug in Steuerabteilungen und verändert Aufgaben und Prozesse. Das zeigen zwei aktuelle KPMG‑Kurzumfragen zur Zukunft der Steuerabteilungen. Mit dem Einsatz von KI wollen die Steuerabteilungen demnach insbesondere effizienter werden und die Qualität im Tagesgeschäft steigern. Mit Blick auf die Personalentwicklung erwarten die meisten Unternehmen stabile Beschäftigtenzahlen in ihren Steuerabteilungen: 58 Prozent rechnen im Inland mit konstanten Mitarbeiterzahlen, im Ausland sogar 72 Prozent.
„Durch den Einsatz von KI lassen sich steuerliche Prozesse deutlich strukturierter und konsistenter bearbeiten. Informationen werden schneller verfügbar, Daten systematischer ausgewertet und Ergebnisse nachvollziehbarer aufbereitet. Das erhöht Effizienz und Qualität insbesondere in standardisierten und datenintensiven Prozessen.“ Sascha Knoll Partner, Tax Transformation KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerabteilungen nutzen KI bereits breit für operative Anwendungsfälle
71 Prozent der befragten Unternehmen setzen KI‑Tools heute schon ein, weitere 19 Prozent bereiten den Einsatz konkret vor. Zum Einsatz kommen sowohl unternehmensweite Standardlösungen (89 Prozent) als auch zunehmend spezialisierte Anwendungen für steuerliche Fragestellungen (29 Prozent). Die Anwendungsfälle reichen von der Recherche und Aufbereitung steuerlicher Informationen über die Analyse großer Datenmengen bis hin zur Unterstützung bei Dokumentation, Reporting und standardisierten Compliance‑Prozessen. KI wird vor allem dort eingesetzt, wo Aufgaben stark regelbasiert, datenintensiv oder besonders zeitaufwendig sind.
KI steigert Effizienz, erfordert aber klare organisatorische Voraussetzungen
66 Prozent der KI‑Nutzenden berichten von spürbarer Zeitersparnis, mehr als die Hälfte (57 Prozent) von grundsätzlich positiven Effekten auf ihre tägliche Arbeit. Entsprechend erwarten Unternehmen auch für die kommenden Jahre eine weitere Intensivierung: 93 Prozent rechnen mit wachsender Automatisierung und Digitalisierung, 90 Prozent mit einem zunehmenden Einsatz von generativer KI. Ergänzend zum KI‑Einsatz setzen Unternehmen auf organisatorische Effizienzhebel: 40 Prozent der Befragten erwarten eine zunehmende Nutzung von Shared‑Service‑Centern, die Hälfte (50 Prozent) geht von einer stabilen Entwicklung aus. Gleichzeitig wird deutlich, dass der weitere Ausbau von KI an konkrete Voraussetzungen geknüpft ist. Zu den größten Hürden zählen IT‑Freigaben (47 Prozent), Datenschutzanforderungen (41 Prozent) sowie mangelnde Kenntnisse im Umgang mit KI‑Anwendungen (41 Prozent).
Bild: internet-weekly.de | KI-generiert
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