Tech-Konzerne: Grüne Steuerabgabe – Große US-Technologiekonzerne zehn Prozent von Umsätzen

April 17, 2026 7:11 pm Veröffentlicht von

Globale Digitalwirtschaft: Umsatz von 5,7 Billionen Euro

Die globale Digitalwirtschaft erreicht nach Einschätzung des Branchenverbands Bitkom im Jahr 2026 einen Umsatz von 5,7 Billionen Euro. Wäre sie ein eigener Staat, läge sie damit wirtschaftlich hinter den USA und China auf Rang drei und noch vor Deutschland. Für die Bundesrepublik erwarten Wirtschaftsforschungsinstitute im selben Jahr eine Wirtschaftsleistung von 4,6 Billionen Euro. Vor diesem Hintergrund fordern die Grünen, dass große Technologiekonzerne wie Google, Apple, Amazon und andere zehn Prozent ihrer Umsätze an den Staat abführen.

Karoline Otte von den Grünen kritisiert, dass große Digitalkonzerne in Deutschland auf ihre Gewinne aus ihrer Sicht viel zu wenig Steuern zahlen, zugleich aber sehr hohe Gewinne erzielen. Die Finanzpolitikerin aus Niedersachsen spricht sich deshalb für eine Digitalsteuer von zehn Prozent auf die Umsätze großer Technologiefirmen aus. Von dem Vorschlag des parteilosen Kulturstaatsministers Wolfram Weimer für eine Digitalabgabe grenzt sie sich dabei ausdrücklich ab.

Henri Schmidt gehört seit 2025 der Unionsfraktion im Bundestag an und ist Mitglied im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung. Der direkt gewählte Abgeordnete aus dem Wahlkreis Herzogtum Lauenburg – Stormarn-Süd verfügt über einen Hintergrund als Informationstechnologie-Experte und studierte unter anderem an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. Er geht davon aus, dass die USA deutsche und europäische Regeln für Digitalkonzerne als eine Form von Zoll werten würden. Die von den Grünen vorgeschlagene Steuer sieht er als einen möglichen Baustein, falls keine Einigung mehr zustande kommt.

bundestag.de

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