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Umweltausschuss: Delegation des Umweltausschusses reist nach Bangladesch

April 7, 2026 6:57 pm Veröffentlicht von

Informationsbesuch zu Themen: Klimaanpassung, Natur- und Artenschutz, Gewässerschutz und Umweltverschmutzung

Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit des Deutschen Bundestages reist mit einer Delegation unter Leitung seines stellvertretenden Vorsitzenden Michael Thews vom 7. bis zum 12. April 2026 nach Bangladesch. Weitere Mitglieder der Delegation sind die Abgeordneten Sascha van Beek (CDU/CSU), Manuel Krauthausen (AfD), Dr. Franziska Kersten (SPD), Julia Schneider (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Violetta Bock (Die Linke).

Im Mittelpunkt des Informationsbesuchs stehen die Themen Klimaanpassung, Natur- und Artenschutz, Gewässerschutz und Umweltverschmutzung. Bangladesch steht vor massiven umweltpolitischen Herausforderungen, die eng mit seiner geografischen Lage, hohen Bevölkerungsdichte und wirtschaftlichen Entwicklung verknüpft sind.

Als eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder leidet Bangladesch unter steigendem Meeresspiegel, häufigeren Zyklonen und verstärkten Monsunregenfällen. Große Teile des Landes liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, so dass Millionen Menschen in küstennahen Gebieten gefährdet sind.

Gleichzeitig stellt die für die Wirtschaft von Bangladesch sehr wichtige Textilindustrie eine Herausforderung für die Wasserqualität dar.

Hierzu sind Gespräche mit Abgeordneten und Regierungsmitgliedern, sowie mit Experten und der Zivilgesellschaft in Dhaka, Savar, Khulna und Satkhira vorgesehen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise ist das Thema Biodiversität. D

ie Delegation reist hierzu weiter in den Nationalpark Sundarbans und besucht Projekte zum Artenschutz.

bundestag.de


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Redaktionelles: Delegationsreisen & Auslandsdienstreisen

Solche Delegationsreisen sind nach den Reiserichtlinien des Bundestages ausdrücklich vorgesehen; Auslandsdienstreisen von Ausschussdelegationen müssen genehmigt werden, für Ausschussdelegationen gelten Größenbegrenzungen, und nach der Reise sind Berichte vorzulegen.

Kritiker fragen, ob solche Delegationsreisen über symbolische Politik hinausgehen und ob aus Gesprächen vor Ort später auch messbare politische Konsequenzen folgen. Zudem verweisen sie darauf, dass Umweltfragen in Bangladesch eng mit Problemen der Textilproduktion, der Wasserbelastung und den Arbeitsbedingungen verbunden sind.

Rahmendaten für Ausschussdelegationsreisen insgesamt

Der Bundestag teilt mit, dass es im Zeitraum 1. Oktober 2023 bis 28. Februar 2025 insgesamt 75 Reisen von Ausschussdelegationen gab, deren Kosten sich auf 2.290.575,70 Euro summierten. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Durchschnitt von rund 30.541 Euro pro Ausschussdelegationsreise. Das ist nur ein Durchschnittswert und kein Nachweis.

Zu den Regeln: Auslandsdienstreisen müssen von der Bundestagspräsidentin genehmigt werden, für Ausschussdelegationen gelten Vorgaben zur Delegationsgröße, kostengünstige Flugverbindungen sind grundsätzlich zu nutzen, und über Auslandsdienstreisen ist ein schriftlicher Bericht vorzulegen. Die Richtlinien regeln also das Verfahren und die Erstattung, veröffentlichen aber in der Regel nicht automatisch sofort die Einzelkosten jeder laufenden Reise.

Was diese Reise den Steuerzahler konkret kostet, ist bislang öffentlich nicht beziffert; belastbar nachweisbar sind derzeit nur die Gesamtausgaben für Ausschussdelegationsreisen des Bundestages und daraus ableitbare Durchschnittswerte.

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