Volle Auftragsbücher treiben Siemens Energy auf Rekordkurs
August 5, 2026 3:14 pmProfitables Wachstum
Siemens Energy hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 das profitable Wachstum weiter ausgebaut und neue Höchstwerte bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis erreicht. Besonders die anhaltend hohe Nachfrage aus den Vereinigten Staaten trug zum Rekord-Auftragseingang bei. Gleichzeitig erzielte das Unternehmen den bislang höchsten Quartalsumsatz, unterstützt durch den Ausbau der Produktionskapazitäten. Die Windkrafttochter Siemens Gamesa erwirtschaftete erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder ein positives Quartalsergebnis und sieht sich auf Kurs, im Jahr 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen. Auch der freie Cashflow entwickelte sich deutlich positiv.
Der Auftragseingang stieg auf den Rekordwert von 17,9 Milliarden Euro. Maßgeblich dazu beigetragen haben neue Höchstwerte im Bereich Gas Services sowie starke Zuwächse bei Grid Technologies und Transformation of Industry. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz lag bei 1,57. Der Auftragsbestand erhöhte sich zum Quartalsende auf 162 Milliarden Euro.
- Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal, bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte, um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Wachstum wurde in allen Geschäftsbereichen erzielt.
- Das Ergebnis vor Sondereffekten stieg von 497 Millionen Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 auf 1,623 Milliarden Euro und hat sich damit mehr als verdreifacht. Alle Geschäftsbereiche verbesserten ihre Ergebnisse, wobei Siemens Gamesa den größten Beitrag leistete. Nach Berücksichtigung von Sondereffekten in Höhe von minus 59 Millionen Euro belief sich der Gewinn auf 1,564 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal hatten positive Sondereffekte von 458 Millionen Euro das Ergebnis beeinflusst.
- Der Nettogewinn erhöhte sich von 697 Millionen Euro auf 1,188 Milliarden Euro. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg von 0,71 Euro auf 1,28 Euro.
- Der freie Cashflow vor Steuern verbesserte sich deutlich auf 2,319 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahresquartal 419 Millionen Euro erzielt worden waren. Ausschlaggebend waren insbesondere das höhere operative Ergebnis sowie gestiegene Anzahlungen von Kunden infolge des hohen Auftragseingangs.
Siemens Energy bestätigt die nach dem ersten Halbjahr angehobene Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Das Unternehmen erwartet ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 14 und 16 Prozent sowie eine Gewinnmarge vor Sondereffekten zwischen 10 und 12 Prozent. Die Gewinnmarge soll sich am oberen Ende dieser Spanne bewegen. Darüber hinaus rechnet Siemens Energy mit einem Nettogewinn von rund 4 Milliarden Euro und einem freien Cashflow vor Steuern von rund 8 Milliarden Euro. Mögliche Belastungen aus zukünftigen rechtlichen oder regulatorischen Verfahren sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt.
Für die einzelnen Geschäftsbereiche rechnet Gas Services mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum zwischen 16 und 18 Prozent sowie einer Gewinnmarge vor Sondereffekten von 14 bis 16 Prozent. Grid Technologies erwartet ein Umsatzwachstum zwischen 25 und 27 Prozent und eine Gewinnmarge zwischen 18 und 20 Prozent.
Transformation of Industry geht von einem Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent sowie einer Gewinnmarge zwischen 11 und 13 Prozent aus.
Siemens Gamesa erwartet ein Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent und strebt für das Geschäftsjahr 2026 das Erreichen der Gewinnschwelle an.
Nach Angaben des Unternehmens blieb die weltweite Nachfrage nach Elektrizität und Energietechnik im dritten Quartal hoch. Gleichzeitig wurden Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität erzielt. Zudem habe das Windenergiegeschäft erstmals seit 2022 wieder ein profitables Quartal abgeschlossen. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die veröffentlichten Erwartungen auf aktuellen Annahmen beruhen und von verschiedenen Risiken und Unsicherheiten beeinflusst werden können. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann daher von den Prognosen abweichen.
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